MLS 2025: Vancouver Whitecaps stürmen an die Spitze

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Ein Kommentar von @daneskozz

Die MLS-Saison 2025 ist bereits vier Spieltage alt – höchste Zeit für einen ersten Rückblick. Und wer hätte das gedacht? Die Vancouver Whitecaps thronen ungeschlagen an der Spitze der Western Conference. Vier Spiele, vier Siege – eine makellose Bilanz, die nicht nur die Konkurrenz ins Staunen versetzt, sondern auch die Fans euphorisiert.

Doch das ist noch längst nicht alles: Auch im CONCACAF Champions Cup sorgen die Kanadier für Furore und stehen souverän im Viertelfinale. Besonders bemerkenswert: In der MLS haben sich gleich acht verschiedene Spieler in die Torschützenliste eingetragen, und ausgerechnet ein Verteidiger führt diese an. Ein Indiz für die mannschaftliche Geschlossenheit und die taktische Flexibilität des Teams.

Was steckt hinter diesem Erfolgslauf und wohin kann die Reise für die Whitecaps in dieser Saison noch gehen? Antworten darauf und spannende Einblicke in die bisherige Erfolgsgeschichte gibt es im folgenden Artikel.

Ein emotionaler Abschied: Vancouver Whitecaps trennen sich von Vanni Sartini

Nach über sechs Jahren endete im Winter 2024 die Ära von Vanni Sartini bei den Vancouver Whitecaps. Der charismatische Italiener, der 2021 vom Interims- zum Cheftrainer aufstieg, führte die Kanadier dreimal in die MLS-Playoffs und gewann drei kanadische Pokale in Folge. Doch trotz der sportlichen Erfolge entschied sich der Verein für einen Neuanfang.

„Es war keine leichte Entscheidung“, erklärte Sportdirektor Axel Schuster. „Vanni hat diesem Verein und der Stadt alles gegeben. Doch wir glauben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für frische Impulse auf dem Platz gekommen ist.“

Sartini selbst zeigte sich emotional: „Die letzten drei Jahre als Cheftrainer waren eine Ehre. Die Erfolge auf dem Platz waren großartig, aber am meisten werde ich die Verbindung zu den Fans und der Stadt vermissen.“

Neben seinen sportlichen Erfolgen engagierte sich Sartini auch stark in der Community und unterstützte soziale Projekte, darunter Initiativen für indigene Gemeinschaften.

Insgesamt kommt Sartini auf 148 Spiele und einem Punkteschnitt von 1,48.
Ein paar Wochen nach der Trennung, gab man die Verpflichtung von Jesper Sørensen bekannt.

Dänemark oder Houston – Hauptsache Dynamite

Der frühere Trainer von Brøndby IF und der dänischen U21-Nationalmannschaft, Jesper Sørensen, unterschrieb zu Beginn des Jahres einen Zweijahresvertrag bei den Whitecaps. Bis Dezember 2024 stand der Däne an der Seitenlinie von Brøndby IF, bevor er nach einer bitteren Pokal-Niederlage gegen seinen Jugendverein Aarhus GF entlassen wurde. Kurz darauf gaben die Verantwortlichen der Vancouver Whitecaps seine Verpflichtung bekannt.

Die unscheinbaren Vancouver Whitecaps sind an der Spitze der Western Conference. Doch wieso eigentlich?

Im ersten Pflichtspiel, dem Hinspiel im CONCACAF Champions Cup, unterlag man allerdings mit 1:0 beim Rekordmeister aus Costa Rica, dem CD Saprissa. Was folgte, war eine beeindruckende Serie, die bis heute anhält. Im Derby fegten die Whitecaps Portland mit 4:1 vom Platz, das Rückspiel gegen Saprissa gewann man souverän mit 2:0. Den amtierenden MLS- Champion LA Galaxy bezwang man mit 2:1, gegen Monterrey reichten zwei Unentschieden dank der Auswärtstorregel zum Weiterkommen. Im kanadischen Duell schlug man Montreal 2:0 und zuletzt Dallas knapp mit 1:0.

Eine starke Serie, die in den kommenden Wochen fortgesetzt werden kann – und auch muss. Die nächsten Gegner: Chicago, gefolgt vom kanadischen Duell gegen Toronto, bevor man vor heimischer Kulisse auf Colorado und anschließend auf Austin trifft. Vier Gegner, die schlagbar sein müssen, um ein echtes Statement in der Liga zu setzen.

Wohin geht die Reise

Der Trainer-Effekt hat allen Anschein nach gefruchtet und zeigt Wirkung in Vancouver. Dazu hat Axel Schuster die richtigen Transfers getätigt und die Mannschaft spürbar verbessert. Mit 12 Punkten aus vier Spielen sind die Whitecaps in meinem Power-Ranking ganz oben – und es gibt aktuell keinen Grund, warum sich das in den kommenden Wochen ändern sollte. In allen vier MLS-Partien war man das bessere Team und hat, wie bereits erwähnt, durch die Vielfalt an Torschützen das nötige Statement in Richtung Playoffs gesetzt.

Am Ende der Saison stehen die Whitecaps in den Playoffs und verfolgen vor dem Fernseher die Wildcard Runde und warten dort gespannt auf den Gegner für die kommende Runde, nur um am Ende im Conference Finale zu scheitern.

Das ist jetzt bereits der 3. Artikel von mir in diesem Monat. Gebt gerne mal Feedback auf den bekannten Kanälen. Auf die Transfers bin ich nicht eingegangen, dies erfolgt in einer der kommenden Folgen unseres MLS-Podcast, hört da gerne rein. Ich weiß als Fan der Sounders habe ich vermutlich den Rivalen etwas zu sehr in den Himmel gelobt, dennoch ist es mir wichtig die Leistung anzuerkennen.

Vielen Dank für das Lesen und bis zum nächsten Mal, euer Daniel.

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