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Mit ‘USL’ getaggte Beiträge

Werbedeal mit dem größten Cannabis Store der Welt

Der Las Vegas Lights FC legte von Anfang an Wert darauf, anders zu sein als andere Clubs.

Vor etwa 7 Monaten, also im August 2017, gründete sich der Club und nimmt seit der 2018er Saison am Spielbetrieb der USL teil.

Das erste Mal international bekannten wurden sie sicherlich durch ihre Trikots, die nicht nur durch ihren Mix aus schwarzer Grundfarbe und Neonfarben auffallen, sondern durch dieses eine kleine Detail, das nur selten zum Vorschein kommt:

Fotos: https://www.zappos.com/p/las-vegas-lights-f-c-home-jersey-black/product/9089649/color/3
Foto: https://www.zappos.com/p/las-vegas-lights-f-c-home-jersey-black/product/9089649/color/3

Kaufen kann man die Trikots übrigens hier.

Nun erreichte das Team innerhalb weniger Monate bereits das zweite Mal internationale Medien, denn sie verkündeten am Freitag die folgende Meldung:

Nuwu Cannabis bezeichnet sich selbst als der „Largest Cannabis Store in the World!“

In Kalifornien ist seit dem 01.01.2018 der Verkauf von Cannabis auch ohne medizinische Begründung erlaubt.

Der Deal beinhaltet vor allem ein großes Werbeplakat im Stadion, das in dem Stadion, das für knapp 1000 Personen zugelassen ist, aufgehangen wurde:

Foto: Nuwu Cannabis

Der Las Vegas Lights FC ist damit das erste professionelle Sportteam in den USA, dass einen Sponsorvertrag mit einer Cannabis Ausgabestelle abgeschlossen hat.

Nashville bekommt ein MLS-Team

Am Mittwoch Abend um kurz nach 23 Uhr deutscher Zeit betritt Taylor Twellman eine kleine Bühne in Nashville, Tennessee.

In den USA kennt ihn jeder USA Fußball-Fan – entweder aus seiner Zeit als Spieler in der MLS, als Spieler im USMNT oder mittlerweile als Kommentator und Analyst bei ESPN. Auch in Deutschland kennt man ihn mittlerweile nach seiner emotionalen Analyse nach der gescheiterten Qualifikation der USA für die kommende Weltmeisterschaft.

Links und rechts von Twellman stehen jeweils 4 Stühle auf der Bühne und damit ist klar, dass in dieser Pressekonferenz etwas verkündet wird.

Worum es gehen würde, war vielen schon klar, denn zwei Tage zuvor wurde die Information bereits bei Twitter verbreitet und spätestens beim Betrachten der Wand am Ende der Bühne ist dann nicht mehr zu übersehen, was in den nächsten 25 Minuten Thema sein würde.

Nashville wird das 24. Team in der Mayor League Soccer.

Die Music City, die berühmt ist für Ihre Country Musik, wird künftig einen weiteren Sound in sich tragen: den Klang des Fußballs.

Musik ist und bleibt aber ein zentrales Thema dieser Stadt, weshalb bei der Vorstellung auch immer wieder eine Brücke zu dieser gezogen wird und man deshalb das Motto „Music City is Soccer City“ hat.

Don Garber, Commissioner der MLS verkündet diese Meldung selbstverständlich persönlich:

Um ein Team aus Nashville in die MLS zu bekommen, gründete John R. Ingram 2016 die Nashville Soccer Holdings, die anschließend verschiedene Partnerschaften suchten.

Darunter schloss man Beispielsweise eine Partnerschaft mit dem Nashville SC, das ab der Saison 2018 in der USL spielen wird.

Ganz entscheidend war jedoch ein Private-Public Partnership, also der Zusammenarbeit mit der Stadt Nashville, die ermöglicht, dass das Team in einem neuen Fußballstadion mit 27,500 sitzen in „The Fairgrounds Nashville“, also grob gesagt einem Ort in Downtown, an dem bereits viele verschiedene Events stattfinden, spielen wird.

Ab wann das Team dann tatsächlich am MLS-Spielbetrieb teilnehmen wird, ist derzeit noch nicht bekannt, aber es wird mit der Saison 2020 spekuliert. Auch der Teamname ist derzeit noch nicht gefunden.

Obwohl vielleicht doch, denn eigentlich finden sich in den Facebook- Kommentaren der MLS Fans bereits die beiden besten Vorschläge für das Team aus Nashville, Tennessee:

Mit der Kampagne MLS2Nashville gab es ebenfalls ein Logo, das ebenfalls als Vorlage für das künftige Teamlogo diesen könnte:

Sobald es neue Informationen zu dem Team gibt, bekommt ihr sie selbstverständlich wieder von uns.

Ein kleiner Ausblick: Da Nashville aber nur eines von 2 neuen Expansions Teams ist, wird derzeit gemunkelt, dass Anfang des Jahres das zweite Team verkündet werden wird. Ein Name geistert dazu ebenfalls durch die Gerüchtewelt des Internets: Cincinnati.

Ob das stimmt, wird sich vermutlich erst 2018 zeigen.

Rückt die NASL ins dritte Glied?

Seit dem 07.09.2017 ist es offiziell: die North American Soccer League (NASL) wird ab dem kommenden Jahr ihren Status als Division II in der US-Fußballpyramide an die United Soccer League (USL) abtreten. Für viele, gleichzeitig auch für mich, kommt diese Entscheidung des US-Verbands äußerst überraschend, da die langjährige Liga Nummer 2 hinter der MLS insbesondere zu Beginn der laufenden Saison Fahrt aufnahm. Schließlich wurde die Insolvenz des Vorzeigeteams New York Cosmos abgewendet, das sich dank des neuen Investors Commisso sogar mit namhaften Verpflichtungen in die Spitzengruppe zurückkämpfen konnte. Der Spring Season Champion Miami FC erreichte im U.S. Open Cup das Viertelfinale und hinterließ ein positives Bild der gebeutelten Liga. Im kommenden Jahr soll mit dem kalifornischen NASL-Klub aus San Diego ein weiteres Team in den Betrieb einsteigen, das ohnehin von großen Spielern wie Demba Ba oder Eden Hazard unterstützt wird, sowohl im Marketing als auch im Sport also eine Bereicherung darstellen könnte. Aus meiner Sicht sprechen die Fakten also nicht unbedingt für eine Degradierung der NASL. Ich wittere andere Hintergründe.

Die Verbindungen zwischen der MLS und der USL sind nämlich klar erkennbar. Viel mehr wirkt die USL wie eine Farmliga der großen Nummer Eins im Lande. Nicht umsonst spielen die Zweitvertretungen zahlreicher MLS-Teams wie Toronto FC II oder LA Galaxy II allesamt in der aufsteigenden Liga. Weder die MLS als auch die USL äußerten sich konkret zu aufkommenden Forderungen, primär aus der NASL, nach einem Auf- und Abstiegssystem wie in Europa. Ein typisches Handicap-Match also…

Offensiv tat sich der Besitzer von Miami FC, Riccardo Silva, hervor, der sich nicht nur für den Aufstieg seines Teams aussprach, sondern der MLS einen lukrativen Fernsehvertrag mit einer festgeschriebenen Summe von 4 Millarden Dollar unterbreitete. Dieser war an die Bedingung geknüpft, endlich auf- und absteigen zu können. Natürlich stiegen Teams wie Rayo OKC oder die Fort Lauderdale Strikers aufgrund finanzieller Probleme aus dem Geschehen aus, dennoch zeigt Silva die massive Bereitschaft der Liga, sich langfristig mit der MLS konkurrieren zu wollen. Aus meiner Sicht sind diese Ziele zum aktuellen Zeitpunkt sehr gewagt und unrealistisch, da selbst der Tabellenführer Miami FC nicht in einem fußballspezifischen Stadion spielt, zudem Indy Eleven und die San Francisco Deltas sich möglicherweise ebenfalls vom Ligabetrieb abmelden möchten, aber sie zeigen das Streben der NASL nach Ruhm und Anerkennung vergangener Zeiten. Nicht einmal die USL weist viele fußballspezifische Stadien auf. Einzig der Zuschauergarant FC Cincinnati steigert von Woche zu Woche den Zuschauerdurchschnitt der Liga. Miami FC scheint im Namen der NASL wie der einzige verbliebene Boxer, der in Runde 12 noch immer Paroli gegenüber MLS und USL bietet.

Genialität und Wahnsinn liegen in der NASL nah beieinander. Einerseits gibt es finanzstarke, andererseits finanzschwache Teams. Ich halte mich aber an Sean Flynn, den CEO des Miami FC, der sagte: „We’re taking this action because we believe that the benefits of soccer should be shared by the many, not the few, and that soccer’s top division should include the best teams, not the teams that pay certain sums of money.“ Sowieso ist es ein Armutszeugnis, dass der erfolgreichste Verein des Landes, New York Cosmos, nicht in der höchsten Spielklasse mitspielen darf. Bis dahin bleibt das Schiff der Liga intakt, lediglich die Einstufung hat sich verändert. Die NASL baut sich ihr Paralleluniversum auf. Fans der NASL haben auch weiterhin Gründe, die Zukunft zu verfolgen. Das Projekt des Fußballvereins aus San Diego macht Mut und zeigt, dass sich die NASL nicht freiwillig ins dritte Glied zurückziehen will. Wenn wir ehrlich sind: wahre Fans machen ihre Unterstützung nicht von einer Einstufung eines Verbandes abhängig.