Zum Inhalt springen

Fanclubs USMNT & USWNT

US-Nationalteams

Sie nennen sich USMNT (US Men’s National Team) und USWNT (US Women’s National Team) und haben etwas, was es in den meisten anderen Ländern nicht gibt, denn beide Teams ziehen etwa gleich viele Fans in die Stadien und beiden Teams reisen etwa gleich viele Fans zu den Weltmeisterschaften nach. Doch wer sind diese Fans der US Nationalmannschaften?

American Outlaws

Die American Outlaws sind der größte Fanclub der Nationalteams. Sie haben mittlerweile in fast jedem Bundesstaat mindestens ein Chapter, was mit einem Ortsverband vergleichbar ist, und aktuell zwei Chapter außerhalb der USA (Mexiko und England). Gegründet wurden die AOs von den drei US-Nationalteam-Fans, Korey Donahoo, Justin Brunken und Ben Cohoon, die vorher schon in Nebraska Public Viewing in der Bar Captain Jack’s veranstalteten und gemeinsam zu den Spielen reisten.

2007 wurden die Outlaws gegründet, um sich selbst besser organisieren zu können, nachdem sie bei Auswärtsreisen mehrmals feststellen mussten, dass Kommunikation und Organisation ein großes Problem von dem bisher bestehenden Fanclub Sam’s Army war. Kurzum: viel zu oft fehlten Informationen und gemeinsame Treffen konnten kaum organisiert werden. Sie boten den Organisatoren von Sam’s Army ihre Hilfe an, jedoch bekamen sie keine Antwort und gründeten deshalb die Outlaws.

Ihre Idee? Die Organisation der Outlaws basiert auf den Chaptern und jedes Chapter hat vor Ort eine Stammbar, in der sie gemeinsam die Spiele der US Mannschaften sehen.

Noch im selben Jahr reiste die erste Gruppe Outlaws zum Gold Cup. Zur WM 2010 konnten sie die ersten Reisepakete nach Südafrika für Mitglieder anbieten. Nach der WM gründeten viele, die dabei waren, in ihren Orten Chapter und im Oktober 2013 konnte die Eröffnung des 100. Chapters gefeiert werden. Die Fans in London wurden das erste internationale Chapter und zeitgleich auch das 150. Chapter der American Outlaws. Aktuell haben die Outlaws über 175 offizielle Chapter und mehr als 30.000 Mitglieder.

Aber warum heißen sie überhaupt American Outlaws?

Auch dieser Name ist erst im Laufe der Zeit entstanden, in denen man sich verabredete die Spiele gemeinsam zu sehen. Zu dieser Zeit (also noch vor 2007) interessierten sich in Nebraska nur wenige für Fußball und in der Konkurrenz zum American Football, Baseball und NASCAR fühlten sie sich wie Outlaws, also wie Geächtete oder Banditen. Der Witz wurde irgendwann zu einem Spitznamen und sie begannen Tücher, wie man sie aus dem Wilden Westen kennt, als ihr persönliches Symbol einzuführen. Die Tücher sind natürlich in rot, weiß und blau.

Mittlerweile hat Fußball in den USA einen ganz anderen Stellenwert und sie fühlen sich längst nicht mehr wie Outlaws, aber der Name und die Tücher sind geblieben.

Die wichtigste Frage ist aber: Wann wird das erste Chapter in Deutschland gegründet?

Sam’s Army

Sie waren der erste und dementsprechend auch der älteste Fanclub.

Mark Spacone und John Wright hatten bereits in den 90er Jahren ein gemeinsames Interesse: das US Nationalteam. Durch dieses Interesse lernten sie Mark Wheeler kennen, der damals eine Website zur Weltmeisterschaft betrieb. Diese Website wurde schließlich zu der Website von Sam’s Army, deren Name in Anlehnung an die Tartan Army, eine Supporters Gruppe vom schottischen Nationalteam, entstand.

Am 11. Juni 1995 traten sie das erste Mal offiziell beim U.S. Cup Spiel der USA gegen Nigeria in Erscheinung. Das Team und die Betreuer der US Mannschaft nahmen sie bei dem Turnier sehr schnell wahr und lobten ihre Fans nach dem Turniersieg in höchsten Tönen. Bei der Weltmeisterschaft 2002 reisten über 4000 Mitglieder von Sam’s Army zu den Spielen der Mannschaft und auch in den folgenden Jahren waren sie bei den Spielen immer wieder sichtbar.

Seit einigen Jahren gibt es Sam’s Army nicht mehr. Leider lässt sich die Schließung nicht genau datieren und begründen, jedoch gibt es seit 2014 keine Social Media Aktualisierungen mehr.

%d Bloggern gefällt das: