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Inter Miami – Mehr Schmutz, als Nutz

David Beckham im Stadion von Inter Miami

Ein Kommentar von Daniel Rupp

In diesem Kommentar, möchte ich auf die Schattenseite des MLS Franchise „Inter Miami“ eingehen. Ich werde hierbei einige Punkte erwähnen.

1. Der Hype

An sich ist „Hype“ eine tolle Sache, doch so schnell er da ist, so schnell schwindet er auch wieder. Das beste Beispiel hierbei ist das Franchise aus Illonois, Chicago Fire FC. Als Schweinsteiger zum besagten Franchise wechselte, gab es zahlreiche Artikel über das komplette Franchise, DAZN bevorzugte Spiele des FC (Bis 2019 hieß es noch Chicago Fire SC) und natürlich der besagte Hype.

Aktuell, im Jahr 2020 bleiben diese Artikel aus. Auch wenn Torhüter Kronholm, Herbers und Trainer Raphael Vicky in Deutschland keine Unbekannten sind, aber im Vergleich zu Schweinsteiger eher unbedeutend für die Medien – und hier liegt das Problem.

David Beckham hat den Verein nicht nur aufgebaut – er ist das Franchise. An sich ist das nichts schlimmes, wenn der Besitzer des Franchise auch gleichzeitig das Gesicht ist, aber ein Ownerwechsel / Verkauf des Teams passiert schnell, siehe hierbei Real Salt Lake. Was wäre also, wenn David Beckham, Inter Miami verlässt? Griezmann, Messi und Ronaldo werden sicher nicht den Weg nach Florida finden. (Spoiler: Werden sie auch so nicht.) Kleiner Spaß am Rande. Wenn Beckham das Franchise verlassen sollte, fehlt das Gesicht des Franchise, das Aushängeschild, der Grund, warum man diesen Verein supportet. Hierbei werfe ich wieder den Vergleich mit Schweinsteiger ein, er war, zumindest für deutsche Medien, das Gesicht des Chicago Fire FC, dann ging er in zusammen mit dem Hype in Deutschland, in den Ruhestand.

David Beckham im Stadion von Inter Miami
Bild: instagram/davidbeckham

2. Geld schießt keine Tore

Diese Aussage ist bestimmt jedem ein Begriff. Inter Miami ist mit einem Marktwert auf den 2. Platz mit 62 Millionen (Kurze Info: Ohne Higuain sind es ca. 47 Millionen) lediglich der LAFC hat einen höheren Marktwert. Zum Vergleich: Nashville SC hat gerade mal einen Marktwert von 19 Millionen, im Ranking befinden sie sich auf den 24. Platz. Fairerweise muss man hier auch Atlanta und LAFC erwähnen, beide katapultierten sich in Sachen Marktwert in der 1. Saison in die Top 3, bei beiden waren es aber zu damaligen Zeiten „nur“ 30 Millionen +- 10%. 

In den beiden Aufeinandertreffen trennten sich beide einmal Torlos, einmal gewann Nashville 1:0. Auch in anderen Spielen sah Miami alles Andere als gut aus.

3. Was haben wir also bislang mit Miami?

Wir haben bislang ein Franchise, welches höchstens auf Grund der Stadt Miami eine Daseinsberechtigung hat. Miami kriegt es nicht gebacken, ein Team zu formen, welches Woche für Woche eine vernünftige Leistung abliefert. Die zahlreichen Spieler werden von Higuains Erfahrung sicherlich profitieren, aber es wird nichts nutzen, da auf lange Sicht das Team keinen Erfolg haben wird. Anders als Atlanta und LAFC sind die Playoffs in weiter Ferne, Corona darf hier keine Ausrede sein.

4. Die Zukunft von Inter Miami

Hat Inter Miami eine Zukunft in der MLS? Wie ich bereits oben gesagt habe, funktioniert das nur mit Beckham, geht er, hat der Club nichts mehr. Außerdem sind LAFC und Atlanta die besten Beispiele, das zu schneller Erfolg nach hinten losgehen kann. Minnesota und Orlando sind hierbei positive Beispiele. In den ersten Jahren sieht es zwar düster aus, aber mit der Zeit wächst etwas zusammen. Miami hat sich für die Variante 1 entschieden, Nashville geht eher den Weg, den auch Minnesota eingeschlagen hat. Ich bin mir sicher, dass das Projekt Miami nach hinten losgehen wird, der schnelle Erfolg bleibt aus und somit auch Sponsoren, der Hype vergeht dann auch so langsam bis Beckham schmeißt oder das Franchise vorher in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. 

#41 – Der Schachtiger (Hans-Walter Schmitt) meinsportpodcast.de

Er ist Freund und Nachbar des 5-maligen Weltmeisters Vishy Anand: Hans-Walter Schmitt. Den Begriff „Wenigzeitinhaber“ kreierte er, um die von Bobby Fischer erfundene Variante Chess960  zu fördern. Bekannt ist er u.a. durch das Weltklasseturnier Chess Classics, das er über lange Jahre organisiert hat. So manches mal hat er sich mit den Egos von Schachgroßmeistern auseinandersetzen müssen. Wie reagierte z.B. Kasparow, als Hans-Walter Schmitt ihm die Kabine mit der Nr. 2 zuteilte? Im Interview erfahren wir, welchen Herzenswunsch er sich erfüllt hat. Und er berichtet von seiner Begeisterung beim Unterrichten von Kindern im Rahmen seines Unternehmens „Chess Tigers“.    …
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  2. #42 – Die Nr. 1 der Schweiz (WIM Lena Georgescu)
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