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Beiträge aus der Kategorie ‘Reportagen’

Der kuriose Weg des Anatol Abang

In der Welt des Fußballs gibt es viele Spieler mit unterschiedlichen Geschichten und Wegen. Einige von ihnen werden Megastars, die meisten anderen Spieler verzeichnen eine solide Karriere mit der sie zufrieden sein können und andere Spieler scheitern an irgendeinem Punkt ihrer Karriere.

Doch dann gibt es auch diese Spieler, deren Weg so kurios ist, weshalb sie in keine der anderen Kategorien passen. Anatol Abang ist einer dieser Spieler.

Der 21jährige Kameruner startete anfangs stark in die Karriere und wechselte 2015 vom Rainbow FC aus Ghana mit 18 Jahren zu den New York Red Bulls. Dort spielte er sowohl für das zweite Team in der USL, wie auch für das erste Team in der MLS und kam in 27 Spielen wettbewerbsübergreifend auf 10 Tore und 2 Vorlagen.

2016 kam er bis August in der MLS und USL auf 16 Einsätze mit 4 Toren. Zusätzlich wurde er in diesem Jahr auch mehrfach in die Nationalmannschaft Kameruns einberufen und spielte in dieser kontinuierlich bis zum Ende des Jahres.

Doch im August 2016 überraschten die New York Red Bulls schließlich mit der Meldung, dass er nach Dänemark zum Hobro IK verliehen werden sollte.

Ein neuer Schritt in Dänemark?

Auch dort schien sich der Weg für den jungen Mittelstürmer fortzusetzen, denn abgesehen von kurzen Länderspielpausen stand er bei allen 10 Spielen des Teams bis Mitte November auf dem Platz und kam immerhin auf 3 Tore. Ende Januar 2017, also knapp 1 Monat bevor die Rückrunde der 1. Division wieder starten würde, wurde überraschend der Leihvertrag seitens Hobro IK vorzeitig aufgelöst, auch wenn Abang eigentlich bis zum Sommer dort bleiben sollte.

Ein Ausflug nach Finnland

Eigentlich hätte er an dieser Stelle zu den New York Red Bulls zurückkehren sollen, doch das passierte nicht und Abang verschwand für 2 Monate von der Bildfläche, obwohl auch der Hobro IK seinen Agenten wohl bei der Suche nach einem neuen Verein unterstützte.

Erst am 28.03.2017 gab es schließlich wieder eine Meldung und der finnische Erstligist SJK Seinäjoki vermeldete, dass sie Abang leihen würden.

Doch bereits am 10.Mai 2018 endete auch das Kapitel Finnland, denn der SJK Seinäjoki entließ ihn nach 6 Spielen mit der Begründung, dass er nicht auf dem richtigen Level sei.

Kritik vom Nationaltrainer

Hugo Broos, Trainer der Nationalmannschaft vom Kamerun, äußerte sich damals auch sehr kritisch über die Entwicklung von Anatol Abang:

He found a club in Denmark, after a few weeks he was resigned. He was fortunate to find another club in Finland, and after three or four days he was again resigned. This is proof that there is a problem of lack of discipline, lack of seriousness.

Abang must begin to stand in front of the mirror and ask: What will I do with my career?

A player who has his qualities and who is dismissed in two clubs in a short time is a real shame. He needs to question himself.

Auch wenn Broos harte und überspitzte Worte nutzte, scheint an seiner damaligen Kritik durchaus etwas dran zu sein, denn in nicht einmal 6 Monaten wurde Abang von zwei Teams entlassen. Irgendwann in seiner Zeit beim Hobro IK schien der junge Spieler von seinem Weg abgekommen zu sein und auch die New York Red Bulls verloren den Kontakt und Zugang zu ihm.

Wo ist Anatol Abang?

Doch seine Geschichte endete nicht an dieser Stelle, sondern wurde noch kurioser, denn Anatol Abang verschwand und scheinbar niemand wusste so richtig, wo er sich aufhielt.

Ende Mai blieb der Status von Abang unbekannt und noch nicht einmal Jesse Marsch, der Trainer der New York Red Bulls, wusste wo sein verliehener Spieler war. Auf Nachfrage von OnceAMetro antwortete er:

I don’t have an update…Still trying to figure out where he is and what the details are.

Der verliehene Spieler, der innerhalb weniger Monate von zwei Teams entlassen wurde, verschwand daraufhin das zweite Mal in diesem Jahr von der Bildfläche und ließ viele fragende Gesichter zurück. Dennoch blieb er weiterhin im offiziellen Kader der New York Red Bulls und ist bis heute auf der Website des Clubs aufgeführt.

Ein neuer Versuch in Rumänien

Erst am 09.08.2017 kam schließlich die Mitteilung, dass der vermeintlich verschollene Spieler an den rumänischen Erstligisten Astra Giurgiu verliehen wurde.

In Rumänien schien auch seine Motivation zurück gekommen zu sein und er kam auf 29 Einsätze mit 5 Toren und 2 Vorlagen.

Bis auf 3 Spiele, zu denen er wegen Rotsperren nicht eingesetzt werden durfte, schien Abang sich einen Platz im Kader erkämpft zu haben und kam so auf immerhin 1.779 Spielminuten bis zum Ende der Saison.

Er machte sich in der Liga einen Namen und zog auch das Interesse anderer Teams auf sich. Ob sein Kapitel in Rumänien allerdings weiter gehen wird, ist fraglich.

Diebstahl und Lügen? Eine Menge Gerüchte in der rumänischen Presselandschaft

Seit dem 17. Mai steht Anatol Abang nämlich im Zentrum eines Skandals in Rumänien.

Mehrere Medien, darunter die Gazeta Sporturlor, berichten, dass Abang beschuldigt würde beim Training 1100 Lei, umgerechnet etwa 236,92€, aus den Taschen seiner Mitspieler gestohlen zu haben. Nach dem Training hätten die Spieler bemerkt, dass Geld aus ihren Taschen fehlen würde. Die Taschen und Kleidung hätten sie vor dem Training in die Spinte gepackt.

Außerdem hätten mehrere Spieler Nachrichten von ihren Kreditkarteninstituten bemerkt, die ihnen Online-Transaktionen zu verschiedenen Online- Firmen mitteilten. Demnach seien versucht worden Bestellungen über mehrere tausend Euro zu teurer Kleidung, Uhren und Flugtickets für die Turkish Airline zu kaufen. Dies wäre jedoch gescheitert, da für die jeweiligen Bestellungen ein Validierungscode auf die Handys der Spieler geschickt worden sei, ohne den die Bestellungen nicht hätten abgeschlossen werden können. Auf dem Telefon von Abang hätte man schließlich Fotos von Kreditkarten zwei seiner Mitspielern gefunden. Aus diesem Grund wurde gegen Anatol Abang Anzeige erstattet und die Polizei ermittelt derzeit die Sachlage.

Trotz der Vorwürfe des Diebstahls haben weiterhin andere Teams Interesse an dem Mittelfeldmann. Gigi Becali, der Besitzer des rumänischen Teams Steaua Bukarest, verkündete mehrfach öffentliches Interesse an ihm: „Ich wünsche Abang. Ich vergebe ihm für Kleptomanie“

So führte Becali bereits Vertragsverhandlungen mit ihm, wobei auch der Weg dahin schwierig war, denn Abang sei, laut Aussage von Becali, zwei Stunden zu Spät zu den Verhandlungen gekommen und hätte sich auch telefonisch nicht bei ihm gemeldet. Währenddessen erhielt jedoch Becali einen Anruf von einer Person, die Anatol Abang wohl gut kennen würde und ihm von der Verpflichtung abriet.

Becali äußerte sich Medien gegenüber, dass er davon ausgeht, dass es zu einer Verpflichtung gekommen wäre, wenn Abang nicht zu spät erschienen wäre.

Letztendlich verliefen die Vertragsverhandlungen außerdem scheinbar nicht so, wie beide Seiten es sich gewünscht hätten. Die Verhandlungen scheiterten, denn das Angebot von monatlich 10.000€ im 1. Jahr, 12.000€ monatlich im 2. Jahr und 14.000€ im 3. Jahr wäre von Abang abgelehnt worden, der laut Becali mehr gefordert hätte. Als die Verhandlungen schließlich gescheitert waren, soll er Becali angeblich zudem um Geld für einen Urlaub (oder die Rückfahrt) gebeten haben und soll 1500€ erhalten haben.

Ob diese Geschichten tatsächlich so stimmen, lässt sich derzeit schwer beurteilen, jedoch scheint es so, als wäre auch das Kapitel Rumänien für Anatol Abang an dieser Stelle beendet.

Sein Vertrag bei den New York Red Bulls endet am 30.06.2018 und man kann davon ausgehen, dass er vorerst nicht mehr in der MLS spielen wird. Demzufolge wird Abang ab dem Sommer als Free Agent auf Vereinssuche gehen und wir sind gespannt, wohin seine Reise ihn führen wird.

Patrick Vieira als Trainer in Europa?

Seit Arsene Wenger in der letzten Woche verkündet hatte, dass er zum Saisonende nicht mehr Trainer vom FC Arsenal sein würde, geistert durch die mediale Berichterstattung auch immer wieder ein Name, der sowohl Premier League Fans, wie auch MLS- Fans ein Begriff ist: Patrick Vieira.

Patrick Vieira spielte für 9 Jahre selbst bei den „Gunners“ und trainierte u.a. die Jugendteams von Manchester City, bevor er am 01.01.2016 den Posten als Headcoach beim New York City FC übernahm.

Ob Vieira nun tatsächlich Trainer beim FC Arsenal wird bleibt fraglich, denn der Posten wird bereits zum 01. Juli 2018 frei, Patrick Vieiras Vertrag gilt jedoch bis zum 31.12.2018. Natürlich vermochte das noch nie ein Hindernis gewesen zu sein, aber seine bisherigen Aussagen deuten eher daraufhin, dass er seinen Vertrag beim NYCFC erfüllen will. Auf die Frage, ob Arsenal mit ihm Kontakt aufgenommen hätte, antwortete er:

“Nein, ehrlich und Ernsthaft, nein, […] Wenn dein Name mit solchen großen Teams in Europa in Verbindung gebracht wird, ist das gut. die Leute verfolgen sich und sehen, dass du einen guten Job machst. Aber mein Kopf, meine Gedanken und meine Energie konzentrieren sich darauf, wie wir hier das nächste Spiel gewinnen.”

Interessant ist aber die Nachfrage zu seiner persönlichen Entwicklung in den letzten drei Jahren:

“Ich bin besser als vor einigen Jahren. Ich habe eine klare Idee, wie wir spielen wollen und was ich von den Spielern auf jeder Position erwarte. Es ist deutlich besser als es im ersten Jahr war.“

Außerdem äußerste sich der Franzose, ob er sich vorstellen könnte, in Europa ein Team zu trainieren:

“Ja, warum nicht? Mein Vertrag geht bis mindestens zum Ende der Saison. Danach kann alles passieren. […] . Wenn die Frage ist, bin ich bereit? Ja, ich bin bereit.“

Auf kurz oder lang wird man davon ausgehen können, dass Vieira zurück nach Europa gehen wird. Beim NYCFC läuft die Saison bisher auch sehr gut, sodass weitere Augen auf ihn gerichtet sein werden.

Wenige Kilometer weiter sitzt übrigens ein Trainer, dem bereits seit längerer Zeit ein Weg nach Europa nachgesagt wird, ist Jesse Marsch, der Trainer der New York Red Bulls. Der Amerikaner ist regelmäßig in Europa zu Gast, tauscht sich mit europäischen Trainern aus und macht derzeit seine UEFA- Trainerlizenz in Stockholm.

Neben jungen und talentierten Spielern werden in den nächsten Jahren auch die ersten MLS Trainer ihren Weg nach Europa finden und zeigen, wie sehr sich die Liga in den letzten Jahren entwickelt hat.

ein besonderes Aufeinandertreffen

Fußball ist Emotion. Jeder Fußballfan wird dieses Gefühlschaos kennen. Aufgeregtheit vor dem Spiel, Entschlossenheit beim Anpfiff und, je nach Spielverlauf, ein Wechsel von Freude in Leid oder umgekehrt in Sekunden. Auch für die Profis gehören Emotionen natürlich mit dazu, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß je nachdem wer ihr Gegner sein würde.

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Über das Grübeln einer lebensändernden Entscheidung: muss Cosmos' Szetela in Rente gehen?

Die Situation in der North American Soccer League, kurz NASL, ist derzeit alles andere als

Leicht.

Neben der Frage, welchen Status die Liga derzeit überhaupt noch hat und diese Entscheidung erst in den kommenden Monaten vor Gericht geklärt wird, plagt alle Beteiligten der NASL auch die Sorge, ob die Liga, die derzeit gerade einmal noch 6 Mannschaften hat, überhaupt noch länger existieren kann.

Einige Teams zogen sich aus Geldproblemen zurück, die meisten Teams aber wechselten in die USL, die im Gegensatz zur NASL einen sichere Status als 2.Liga hat.

Um offiziell Konkurrenzfähig zu bleiben, verschob die NASL ihren Saisonstart auf den Sommer und passt damit seinen Spielplan dem internationalen Terminkalender an. Inoffiziell ist das sicherlich aber auch vor allem ein Zeitgewinn für die Liga gewesen.

Doch eben dieser Zeitgewinn und die Unklarheit verunsichert die Teams und Spieler derzeit enorm und sorgt für reichlich Unruhe.

Daniel Szetela spielt beim Traditionsclub New York Cosmos im Mittelfeld und sprach mit Michael Lewis von FrontRowSoccer.com über seine derzeitige Situation.

Mit Erlaubnis von Michael haben wir den Artikel für euch übersetzt.

Cosmos‘ Szetela befürchtet, dass er ebenso in den Ruhestand gehen könnte, wenn er nach einem Team sucht.

Danny Szetela: „Ich versuche nach anderen Möglichkeiten zu suchen, aber im Moment ist es in diesem Land sehr schwierig.“

Im Laufe der Jahre hat sich Danny Szetela an eine vertraute Routine gewöhnt.

Als das Trainingslager näher rückte, trainierte er mit anderen Fußballspielern.

Während er mit einigen Freunden aus New Jersey joggte war, die am Dienstag in die Camps der United Soccer League gehen würden, traf den Mittelfeldspieler von Cosmos schließlich die Realität.

Er könnte am Ende seiner Karriere stehen, obwohl er weit davon entfernt ist.

„Wie sehr ich das vermisse in die Preseason zu gehen“, sagte Szetela. „Auch wenn wir viel laufen müssen und so, aber das ist es, worauf sich die Spieler freuen. Ich sehe all diese Spieler gehen und ich fahre nach Hause und ich denke nur darüber nach, und es ist fast wie … , ich möchte weinen, weil ich denke, dass ich meine Karriere beenden muss, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt.“

Das ist richtig, der Ruhestand – im Alter von 30 Jahren – in der Blütezeit der Pompton Plains, N.J. Resident’s Karriere.

Szetelas Möglichkeiten? „Es gibt nicht viele“, sagte er.

Wie viele erfahrene Spieler der North American Soccer League befindet sich Szetela in einem seltsamen Schwebezustand.

Er hat Angebote von USL-Clubs erhalten, die den 2. Liga Status haben. Allerdings sind die vorgeschlagenen Deals nicht annähernd das, was er bei Cosmos verdient hat.

„Major League Soccer Clubs sind mehr an jüngeren Spielern interessiert“, sagte Szetela. „[Ich] versuche nach anderen Möglichkeiten zu schauen, aber derzeit ist das in diesem Land sehr schwierig“, sagte er am Mittwoch.

„Die Angebote der USL sind sehr schlecht. Ich glaube, dass die meisten Teams keine Krankenversicherung zahlen. Auch ist schwierig, meine Frau mit mir zu nehmen und zu versuchen, eine Familie zu gründen, wenn man für $3.000 spielt und nach dem Abzug von Steuern, Autoversicherung und Nahrung auch für die eigene Krankenversicherung aufkommen muss. Da bleibt einfach kein Geld übrig. Es ist einfach eine schwierige Situation.“

Szetela heiratete seine Freundin Jessica letzten Sommer.

Obwohl Szetelas Gehalt mit Cosmos nicht bekannt ist, ist es wahrscheinlich, dass es im sechsstelligen Bereich liegt.

MLS-Teams bissen bisher nicht an.

„Mein Agent versuchte, einige Vereine zu erreichen und sie sagten, dass sie nach jüngeren Spielern Ausschau hielten“, sagte Szetela. „Man kann die Entscheidung, die sie treffen, nur akzeptieren und man muss nach anderen Möglichkeiten suchen und hoffen, dass eine kommt.“

Wie viele Spieler und Mitarbeiter des Front Office wartet Szetela gespannt auf ein Urteil des US-Berufungsgerichts für den zweiten Bezirk, dass die Zukunft der NASL bestimmen wird. Die Liga strebt eine einstweilige Verfügung gegen den US-Fußballverband an, der seinen Status als Division II aufgehoben hat. Die NASL will ein Urteil des Richters Margo K. Brodie vor dem US-Bezirksgericht im Eastern District of New York im November aufheben, damit es 2018 als Division II-Liga weitergeführt werden kann. Wenn nicht, kündigte die NASL an, dass sie ihren Betrieb einstellen wird.

Seit der Anhörung vom 15. Dezember sind 40 Tage vergangen, aber es wurde keine Entscheidung bekannt gegeben.

„Es ist ein Wartespiel“, sagte Szetela. „Hoffentlich klappt alles und die Spieler können aufhören, sich zu stressen. Offensichtlich war ich seit der Anhörung sehr gestresst. Wir dachten alle, es würde schnell gehen, aber das ist es nicht. Jetzt müssen die Jungs die richtige Entscheidung treffen, was das Beste für sie und ihre Familien ist.“

In vielerlei Hinsicht stecken Szetela und viele NASL-Veteranen in der Mittelschicht des Fußballs fest. Er muss mehr Geld verdienen, als USL Vereine bieten können, aber MLS Teams suchen jüngere Beine, die mit weniger teuren Verträgen kommen.

„Es ist traurig zu sehen, das ist es wirklich“, sagte er. „Es gibt so viel Potenzial bei den Spielern, die den Unterschied machen können, wenn man ihnen nur die Gelegenheit dazu gibt. Die NASL war eine Liga, die Spielern, älteren, jüngeren und denen dazwischen die Möglichkeit gab, sich zu messen. Es war immer konkurrenzfähig. Die NASL gab Spielern aller Altersgruppen die Möglichkeit, sich zu zeigen. Du kannst spielen, du kannst spielen.“

Szetela zeigte, dass er immer noch spielen konnte, indem er 2013 bei Cosmos unterschrieb, obwohl viele Beobachter dachten, dass seine Knieverletzung das Ende seiner Karriere bedeutete. Er spielte fünf Saisons lang mit dem Club und half ihm bei drei NASL-Meisterschaften und einem weiteren Platz im Finale.

Obwohl Szetela nie ein All-Star war, gehörte er zu den zuverlässigsten Spielern des Kaders und stand oft in der Defensive oder im Mittelfeld. Er war in 79 Startaufstellungen in 105 Spielen, erzielte sechs Treffer und assistierte bei zwei Toren.

Sein vielleicht denkwürdigstes Tor war der Treffer gegen den New York City FC im Lamar Hunt U.S. Open Cup 2016 (zu sehen bei 1:50).

„Es war großartig“, sagte Szetela über seine Cosmos-Erfahrung. „Die Zeit, in der ich meine erste Chance von Gio [Savarese] und dem Rest des damaligen Trainerteams bekam. 2013 war ein Segen in meinem Leben. Ich hatte die Verletzung und war eine Weile weg. Kein anderes Team wollte mir diese Möglichkeit geben. Cosmos hat es getan, und seitdem ist es großartig. Ich dachte, ich würde meine Karriere in New York bei Cosmos beenden und in den Ruhestand gehen, wenn ich 35 Jahre bin. Leider sind die Dinge im Moment schwierig. Hoffentlich klappt alles. Ich bete.“

Die andere Möglichkeit ist, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, zumindest professionell. Szetela hat das Gefühl, dass er noch zu viel Benzin im Tank hat, um es das Ende der Karriere zu nennen.

Sein ehemaliger Cosmos Mannschaftskamerad, Verteidiger Ryan Richter, verkündete Dienstag, dass er sich vom Profifußball im Alter von 28 zurückzieht, um eine Trainer- Karriere anzustreben, weil er seine Familie nicht mit einem USL Gehalt unterstützen könnte.

Szetela sagte, er habe vor der Ankündigung mit Richter gesprochen: „Manchmal ist es besser für einen Spieler in den Ruhestand zu gehen und etwas anderes zu tun, als für $3.000 im Monat zu spielen.“, sagte er. „Ryan ist ein großartiges Beispiel. Er hatte eine gute Gelegenheit zum Coaching und tendierte dazu, weil es für ihn und seine Familie besser war.“ Szetela ist zwei Jahre älter, aber er ist noch nicht bereit.

„Ich will nicht in Rente gehen“, sagte er.

„Die derzeitige Situation sorgt natürlich dafür, dass ich versuche, Teams in Europa zu suchen, weil ich einen polnischen Pass habe. Aber auch in Europa läuft die Zeit bis zum Sommer ab.“

Wegen des Winter-Transferfensters, das am Mittwoch, den 31. Januar schließt.

„Wenn die Entscheidung in den Gerichten gegen die NASL getroffen wird, ist es immer eine Möglichkeit“, sagte Szetela.

„Ich habe in den letzten Tagen darüber nachgedacht und wenn es das ist, was ich tun muss. Ich will das nicht tun. Mein Körper fühlt sich großartig an. Ich weiß, dass noch viele Jahre übrig sind. Am Ende des Tages weiß ich, dass ich das Richtige für meine Familie und für mich tun muss.“

Dieser Artikel erschien am 24.01.2018 auf FrontRowSoccer.com